Es gibt kein Nein zum Schweizer Klimaschutz

Das knappe Nein der Stimm­bevöl­ke­rung zum CO2-Gesetz wirft zwar den Kampf gegen den Kli­ma­wan­del in der Schweiz zurück. Es ist jedoch kein Nein zum Schwei­zer Kli­ma­schutz. Wenn die Schweiz ihre Pari­ser Kli­ma­schutz­ziele errei­chen soll, braucht es nun verstärkte Ans­tren­gun­gen. Wegen der befürch­te­ten Risi­ken eines Sys­tem­wech­sels in der Land­wirt­schaft lehnte das Stimm­volk auch die bei­den Agra­ri­ni­tia­ti­ven ab. Mit dem Ja zum Covid-19-Gesetz ste­hen zumin­dest die Mass­nah­men gegen die wirt­schaft­li­chen Fol­gen der Pan­de­mie nun auf einer soli­den gesetz­li­chen Grund­lage.

Das knappe Nein zum CO2-Gesetz ist zwar ein Rück­schlag im Kampf gegen den immer spür­ba­re­ren Kli­ma­wan­del. Es ist jedoch kein Nein zum Kli­ma­schutz in der Schweiz. Mit völ­lig ver­zerr­ten Kos­te­nar­gu­men­ten und Ang­sts­ze­na­rien für den Mit­tel­stand ist es zwar den ein­schlä­gi­gen Inter­es­sens­krei­sen gelun­gen, dieses wich­tige Geset­zes­werk mit sei­nen drin­gend not­wen­di­gen öko­lo­gi­schen Len­kung­smass­nah­men zu kip­pen – nota­bene ohne auch nur eine kons­truk­tive Alter­na­tive auf­zu­zei­gen, wie die Schweiz ihre Verp­flich­tung von Paris errei­chen kann, bis 2030 ihren CO2-Ausstoss um die Hälfte gegenü­ber 1990 zu redu­zie­ren.

Verstärkte Ans­tren­gun­gen
Umso mehr braucht es jedoch jetzt verstärkte Ans­tren­gun­gen aller. In der Pflicht ste­hen nicht nur Bund und Kanone, son­dern auch die Poli­tik, Wirt­schaft und Verbände – und ins­be­son­dere dieje­ni­gen, die das CO2-Gesetz zu Fall gebracht haben. Kurz­fris­tig muss das bes­te­hende Gesetz über die Reduk­tion der CO2-Emissionen verlän­gert wer­den. Zeit­gleich braucht es rasch einen Neus­tart für ein revi­diertes, meh­rheitsfä­higes CO2-Gesetz. Auch der Finanz­platz ist ein wich­ti­ger Hebel für den Kli­ma­schutz. Die EVP unterstützt grund­sätz­lich die Idee einer Volk­si­ni­tia­tive für einen kli­ma­freund­li­chen Finanz­platz, die der­zeit durch die Klima-Allianz mit über 100 Mitglieder- und Part­ne­ror­ga­ni­sa­tio­nen geprüft wird.

Solide gesetz­liche Grund­lage für die Abfe­de­rung der Pan­de­mie­fol­gen
Mit dem deut­li­chen Ja zum Covid-19-Gesetz sichert das Schwei­zer Stimm­volk die solide Geset­zes­ba­sis, um die wirt­schaft­li­chen Fol­gen der Pan­de­mie für Men­schen und Unter­neh­men abzu­fe­dern.

Drin­glich not­wen­dige Öko­lo­gi­sie­rung der Land­wirt­schaft
Trotz gros­ser Sym­pa­thien für das Anlie­gen einer nach­hal­ti­gen Land­wirt­schaft ohne den Ein­satz gif­ti­ger che­mi­scher Sub­stan­zen haben die Schwei­zer Stimmbür­ge­rin­nen und Stimmbür­ger die bei­den Agra­ri­ni­tia­ti­ven schlus­send­lich abge­lehnt. Diese ziel­ten auf einen Sys­tem­wech­sel, um lang­fris­tig vor gesund­heit­li­chen Risi­ken im Trink­was­ser zu schüt­zen und den Rück­gang der Bio­di­ver­sität zu stop­pen. Doch die Sorge vor den Risi­ken wie impor­tierte Umwelt­schä­den, stei­gende Lebens­mit­tel­preise oder eine exis­ten­zielle Bedro­hung der Land­wirt­schaft über­wo­gen offen­sicht­lich. Um die drin­glich not­wen­dige und weit­ge­hend unbes­trit­tene Öko­lo­gi­sie­rung der Land­wirt­schaft in der Schweiz voran­zu­trei­ben, gilt es nun, unverzü­glich die Arbeit an der sis­tier­ten Agrar­po­li­tik 22+ wie­der auf­zu­neh­men.

Wirk­sa­mere Ins­tru­mente gegen Ter­ro­ris­mus
Mit der Annahme des Ter­ro­ris­mus­ge­setzes will die Stimm­bevöl­ke­rung der Poli­zei prä­ven­tive Ins­tru­mente zur wirk­sa­me­ren Bekämp­fung des Ter­ro­ris­mus an die Hand geben.


Kon­takt:
Marianne Streiff, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nalrä­tin: 079 664 74 57
François Bach­mann, Vize­prä­sident (Roman­die): 079 668 69 46
Nik Gug­ger, Vize­prä­sident und Natio­nal­rat: 079 385 35 35
Lilian Stu­der, Natio­nalrä­tin: 076 575 24 77
Roman Rutz, Gene­ral­se­kretär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70